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Fachbegriffe Infrarot-Technologie

absoluter Nullpunkt

Temperatur von -273,15 °C, -459,69 °F oder 0 Kelvin.
Bei dieser Temperatur ist die Molekularbewegung zum Stehen gekommen und ein Körper besitzt keine thermische Energie mehr.

Ansprechzeit

Maß für die Zeit, die ein Messgerät benötigt, um bei plötzlich auftretenden Veränderungen der Temperatur eines Messobjektes in Höhe der maximal vom Gerät messbaren Temperatur (gemäß ASTM E 1256) 95 % der tatsächlichen geänderten Temperatur anzuzeigen.
Für unsere Infrarot-Produkte ist die für die Software-Berechnung im Prozessor erforderliche mittlere Zeit ebenfalls in diese Spezifikation eingeschlossen.

ASTM

American Soclety for Testing and Materials (Amerikanische Gesellschaft für Tests und Materialprüfung)

ASTM E 1256

ASTM 1256-88. Standard-Prüfverfahren für Strahlungsthermometer (Modelle für eine Wellenlänge). Nach diesem Standard testet und kalibriert Fluke Process Instruments seine Produkte in Bezug auf Genauigkeit, Reproduzierbarkeit, Auflösung, Messobjektgröße, Ansprechzeit, Aufwärmzeit und Langzeitdrift.

atmosphär. Fenster

Die Wellenlängenbereiche im Infrarotspektrum, in denen die Atmosphäre Strahlungsenergie transmittiert (und die atmosphärische Absorption minimal ist). Die Wellenlängenbereiche liegen bei 0,4 - 1,8; 2 - 2,5; 3 - 5 und 8 - 14 µm.

Aufwärmzeit

Die Zeit, die ein Gerät nach dem Einschalten benötigt, bis es mit der in der Spezifikation garantierten Reproduzierbarkeit arbeitet.

Ausgangsimpedanz

Die Impedanz des Thermometers. Um genaue Messwerte zu garantieren, muss der Anwender darauf achten, dass die Eingangsimpedanz der angeschlossenen Geräte größer ist als die Ausgangsimpedanz des Thermometers.

Austauschbarkeit (von Messköpfen)

Der Punkt bzw. die Entfernung vom Messgerät, bei der das Objekt auf dem Detektor im Messgerät fokussiert ist. Die Messentfernung, bei der die optische Auflösung am größten ist.

Bildverarbeitung

Umwandlung eines Bildes in digital Signale zur Sichtbarmachung bzw. Computerauswertung. Bei einem Infrarotbild oder Thermogramm beinhaltet dies Temperaturmessung,Temperaturermittlung an Messflecken, Erstellung von Wärmeprofilen sowie Bildaddition, -subtraktion, -mittelung, -filterung und -speicherung.

Bleiselenid (PbSe)

Material für schnelle und empfindliche (3 ... 5 µm) Fotodetektoren zum Einsatz in Infrarot-Thermometern, Linescannern und Bildsystemen. Diese Detektoren erfordern eine thermoelektrische Kühlung.

Brennpunkt (oder Brennweite)

Der Punkt bzw. die Entfernung vom Messgerät, bei der das Objekt auf dem Detektor im Messgerät fokussiert ist. Die Messentfernung, bei der die optische Auflösung am größten ist.

Celsius (°C)

Temperaturskala.
Basiert auf den Fixpunkten 0° (Null Grad) als Gefrierpunkt von Wasser und 100° als Verdampfungspunkt von Wasser bei Normaldruck °C = (°F - 32) / 1,8

Detektor

Messwertwandler, der die auf ihn auftreffende Infrarotenergie proportional in Spannung oder Strom umwandelt; siehe auch Thermosäule, Quecksilbercadmiumtellurid, thermoelektrische Kühlung, pyroelektrische, Bleiselenid- und Silizium-Detektoren.

Dielektrische Durchbruchspannung

Spannung, die ein dielektrischer Isolator aushält, bevor es zu Leitungsvorgängen im Material kommt.

Digitaler Datenbus

Ein Paar elektrischer Leiter, das mehrere Empfänger und Sender digitaler Daten miteinander verbindet.

digitales Ausgangsintervall (DOI)

Das Zeitintervall zwischen den Übertragungen digitaler Datenpakete mit Temperatur- und Systemzustandsinformationen.

DIN

Deutsches Institut für Normung (DIN), deutsche Industrienorm für viele Messgeräte und Messverfahren.

E : M

Die optische Auflösung ausgedrückt als Verhältnis zwischen Entfernung zum Messfleck (E) und Messfleckdurchmesser (M); siehe optische Auflösung

Eigensicherheit

Standard zur Verhinderung von Explosionen in gefährlichen Umgebungen durch Begrenzung der elektrischen Energie auf ein Niveau, das die Entstehung eines Zündfunkens während des normalen Betriebes in explosiver Atmosphäre unmöglich macht.

EMI/RFI-Rauschen

Elektromagnetische oder Hochfrequenz-Interferenzen, die elektrische Signalein Infrarot-Thermometern stören können.

Emissionsgrad

Verhältnis der von einem Objekt bei einer bestimmten Temperatur und in einem bestimmten spektralen Bereich abgestrahlten Infrarotenergie zur Strahlungsenergie eines perfekten Strahlers (Schwarzstrahler) bei gleicher Temperatur und gleichem Spektralbereich. Bei einem echten Schwarzen Strahler ist der Emissionsgrad bei allen Wellenlängen gleich 1.

Emissionsgradverhältnis

Das Verhältnis der Emissionsgrade zweier Spektralbänder eines Quotientenpyrometers. Der Emissionsgrad der kürzeren Wellenlänge wird durch den Emissionsgrad des längeren Wellenbandes geteilt. Das Emissionsgradverhältnis kann größer als, gleich oder kleiner als 1 sein. Das Emissionsgradverhältnis wird bei Materialien verwendet, bei denen der Emissionsgrad mit der Wellenlänge schwankt.

externer Reset (Trigger)

Initialisierung von signalgesteuerten Funktionen (Maximal- u. Minimalwerthaltung, Mittelwertbildung, Senden via RS232 etc.) über den externen Reset-Eingang.

Fahrenheit (°F)

Temperaturskala.
°F = (°C x 1,8) + 32 = °R - 459,67

Farbtemperatur

Die Temperatur eines Schwarzen Strahlers, dessen Strahlungsenergie die gleiche spektrale Verteilung aufweist wie die des untersuchten Körpers.

Fehleranzeige

Der Nutzer wird per Display auf Fehlfunktionen des Messgerätes oder des Steuersystems aufmerksam gemacht und kann somit den Prozess unterbrechen, bevor größerer Schaden entsteht.

Fernfeld

Eine Messentfernung, die wesentlich größer als die Brennweite eines Gerätes ist (meistens größer als die zehnfache Brennweite), in der die Messfleckgröße eines Messgeräte in direktem Verhältnis zur Entfernung vom Messgerät wächst und das Gesichtsfeld konstant bleibt.

Filter (spektraler oder optischer)

Optisches Bauelement zur Begrenzung der spektralen Bandbreite der vom Detektor eines Gerätes empfangenen Energie.

Genauigkeit

Die maximale Abweichung, ausgedrückt in Temperatureinheiten oder als prozentualer Wert einer abgelesenen Temperatur bzw. der gesamten Messskala. Bezeichnet die Differenz zwischen dem auf einem Gerät unter idealen Arbeitsbedingungen abgelesenen Messwert und der Temperatur einer Kalibrierungsquelle.

Gesichtsfeld

Die Fläche auf dem Messobjekt, die vom Infrarot-Thermometer gemessen wird. Dabei wird der Messfleckdurchmesser ins Verhältnis zur Entfernung vom Messobjekt gesetzt. Oft auch als Winkelgröße am Brennpunkt angegeben. Siehe optische Auflösung

Grauer Strahler

Strahlung aussendender Körper, dessen Emissionsgrad kleiner als 1 ist, jedoch auf allen Wellenlängen konstant bleibt.

Grenzwert

Temperatureinstellung, bei deren Über- bzw. Unterschreitung eine Reaktion ausgelöst und/oder ein Relais betätigt wird.

Hintergrundstrahlung

Strahlung, die aus anderen Quellen als vom Messobjekt auf das Messgerät, z. B. durch Reflexionen vom Messobjekt oder durch Streuung im Messgerät, einfällt.

IEC

International Electrotechnical Commission. Europäische Organisation, die EG Normen koordiniert und festlegt.

IEEE-488

Ein von der Hewlett-Packard Corporation entwickelter Kommunikationsformat-Standard, der von der IEEE als digitale Schnittstelle zwischen programmierbaren Messgeräten übernommen wurde. Er verwendet zum Anschluß von maximal 15 Geräten einen 16-Bit-Bus. Der Standard beinhaltet die Hardware- wie auch die Protokoll-Optionen. Er wird auch als HPIB oder GPIB bezeichnet. Zur Zeit gilt der Standard ANIS/IEEE-4881-1987.

Indiumantimonid (InSb)

Halbleitermaterial für schnelle, hochempfindliche (2 ... 5,5 µm) Fotodetektoren, die in Infrarot-Scannern und Bildgeräten verwendet werden und mit Kühlung arbeiten.

Infrarot (IR)

Der Bereich des elektromagnetischen Spektrums, der sich unterhalb des langwelligen roten, für das menschliche Auge sichtbaren Bereiches (ca. 0,75 bis 1000 µm) erstreckt.

Infrarotthermometer

Gerät, das die von einem Messfleck auf einem Objekt abgestrahlte Infrarotenergie in einen Messwert umwandelt, der zur Temperatur des Messflecks in Beziehung gebracht werden kann.

IP-Kennzeichnung

Gehäuseschutzgrade gemäß britischem Standard 4752.
Die Art des Schutzgrades wird durch eine zweistellige Zahl definiert, wobei die erste Ziffer auf die Berührungssicherheit und die zweite Ziffer auf den Schutz gegen Umwelteinflüsse bezogen ist.
Der zweistelligen Zahl gehen die Buchstaben IP voraus.

Isolationswiderstand

Zwischen zwei Leitern gemessener elektrischer Widerstand des Isolationsmaterials.

Isolierung (Eingänge Ausgänge und/oder Netzteile)

Die Isolierung ermöglicht unterschiedliche Spannungen an Eingangs-, Ausgangs- und/oder Netzteilmasse und der Masse der vom Anwender benutzten Geräte (z. B. Regler).

Isothermen

Punkte gleicher Temperatur auf einer abgetasteten Linie oder in einem Thermogramm.

JIS

Japanese Industrial Standard. Japanische Industrienorm, nach der die Genauigkeit von Infrarot-Thermometern bestimmt wird.

Kelvin (K)

Einheit der absoluten oder thermodynamischen Temperaturskala, wobei 0 K dem absoluten Nullpunkt, und 273,15 K=0 °C entsprechen;
Kelvin-Werte werden ohne (°) Symbol angegeben;
K=°C + 273,15.

Kalibrierung

Systematische Messmethode zur Feststellung aller Parameter, die für die Leistungsfähigkeit eines Gerätes ausschlaggebend sind.

Kalibrierungsquelle

Objekt (Schwarzer Strahler, Heizplatte usw.), bei dem Temperatur und Emissionsgrad bekannt und nachweisbar sind. Beispielsweise mit NIST-Standard nachweisbar.

Lagertemperatur

Umgebungstemperaturbereich, in dem das Thermometer bei Nichtbetrieb unbedenklich gelagert werden kann.

Langzeitdrift

Die Änderung der Langzeitgenauigkeit des Messgerät, hervorgerufen durch die Alterung der Systemkomponenten oder Änderungen in der Kalibrierung.

Low-E Glas

Beschichtete Glasscheiben (hoher Reflexionsgrad) haben im Infrarotbereich zumeist einen sehr kleinen Emissionsgrad und werden daher auch als "Low-E Glas" bezeichnet (Beispiel Baubereich: Reflexions- und Isolierglas).

Maximale Schleifenimpedanz

Definiert die Last, die von einem Messkopf mit einem mA-Ausgang bewältigt werden kann. Eine maximale Schleifenimpedanz von 500 Ohm bedeutet, dass das Gerät 10 Volt mit 20 mA liefern kann.

Maximalwerthaltung

Ausgabe des höchsten gemessenen Temperaturwertes über einen bestimmten Zeitraum oder über eine bestimmte Abfallzeit.
Wird verwendet, wenn die Hintergrundtemperatur zwischen einzelnen Messobjekten niedriger als die Temperatur des Messobjektes selbst ist (auch "Spitzenwert" genannt).

Messfleck

Der Durchmesser der Fläche auf dem Messobjekt, für die eine Temperaturbestimmung vorgenommen wird. Der Messfleck wird durch die Kreisfläche definiert, die es typischerweise gestattet, 90% der vom Messobjekt auf die optische Eintrittsöffnung des Messgerätes abgestrahlten Infrarotenergie zu erfassen.

Messobjekt (Ziel)

Objekt, an dem die Temperaturbestimmung vorgenommen werden soll.

Messwerthaltung

Fähigkeit des Messgerätes, einen gemessenen Temperaturwert über einen bestimmten festgelegten Zeitraum oder bis zum nächsten Reset anzuzeigen oder zu halten.

minimale Messfleckgröße

Kleinster genau messbarer Messfleck, bei dem das Messgerät noch seine Spezifikationen einhält.

Minimalwerthaltung

Ausgabe des niedrigsten gemessenen Temperaturwertes über einen bestimmten Zeitraum oder über eine bestimmte Abfallzeit. Wird verwendet, wenn die Hintergrundtemperatur zwischen einzelnen Messobjekten höher als die Temperatur des Messobjektes selbst ist.

NEMA

National Electrical Manufacturerls Association. Legt unter anderem US-Normen für Elektronikgehäuse fest. Entspricht IEC/IP.

NET (Noise Equivalent Temperature)

Rauschäquivalente Temperatur. Siehe NETD

NETD (Noise Equivalent Temperature Difference)

Differenz der rauschäquivalenten Temperatur, d. h. die Temperaturänderung eines Messobjektes (schwarzer Strahler), das das Gesichtsfeld des Messgerätes ausfüllt und eine Änderung des Messgerätesignals bewirkt, die dem Effektivwert des elektrischen Rauschens des Messsystems entspricht.

Neutralfilter

Auch Graufilter. Ein optisches Filter mit konstanter, von der Wellenlänge unabhängiger Transmission.

Nichtgrauer Strahler

Auch Farbiger Strahler. Eine Strahlungsquelle, deren Emissionsgrad von der Wellenlänge abhängt und nicht konstant ist.

NIST-Zertifikat

Kalibrierung gemäß NIST Norm (NIST National Institute of Standards and Technology, USA). Das NIST-Zertifikat dient dazu, die Einhaltung von Referenzstandards und deren normgerechte Kalibrierung zu garantieren.

optische Auflösung

Verhältnis von Messentfernung und Messfleckgröße (E : M), wobei die Messentfernung normalerweise als Entfernung vom Scharfpunkt und die Messfleckgröße als Durchmesser des am Scharfpunkt gemessenen IR-Messflecks definiert wird (typischerweise der 90 %-Energie Messfleckdurchmesser). Die optische Auflösung kann auch für das Fernfeld definiert werden, indem man die Werte für die Messentfernung und Messfleckgröße im Fernfeld verwendet.

optisches Pyrometer

System, bei dem durch den Vergleich einer Quelle, deren Temperatur bestimmt werden soll, mit einer standardisierten Beleuchtungsquelle (üblicherweise mit Hilfe des menschlichen Auges) die Temperatur der ersteren Quelle bestimmt wird.

Photonendetektor

Ein Detektor, bei dem Photonen oder Energiequanten zur Signalerzeugung direkt mit dem Detektor reagieren.

pyroelektrischer Detektor

Infrarotdetektor, der wie eine Stromquelle funktioniert und bei dem sich der Ausgangswert proportional den Schwankungen der einfallenden Infrarotenergie verändert; das Signal muß „gechoppert“ („zerhackt“) werden, um ein kontinuierliches Signal zu erhalten.

Pyrometer

Eine umfangreiche Klasse von Temperaturmessgeräten, die ursprünglich für hohe Temperaturen entwickelt wurden, heute jedoch in jedem Temperaturbereich Anwendung finden. Dazu zählen Strahlungspyrometer, Thermoelemente, Widerstandspyrometer und Thermistoren.

Quecksilbercadmiumtellurid (HgCdTe)

Material für schnelle, hochempfindliche Infrarotfotodetektoren zum Einsatz in Scannern und Bildsystemen. Es muß normalerweise mit Kühlung betrieben werden und ist für die Bereiche 3 ... 5 µm oder 8 ... 14 µm einsetzbar.

Quotientenmessung

Die Quotientenmessungen (auch als Zweikanal- oder Zweifarbmessung bezeichnet) ermöglicht die präzise und reproduzierbare Ermittlung der Temperatur unabhängig von absoluten Energiewerten. Ein Quotientenpyrometer bestimmt die Temperatur auf Grundlage des Verhältnisses der abgestrahlten Energie in zwei unterschiedlichen Wellenlängen. Der Vorteil des Einsatzes von Quotientenpyrometern besteht darin, dass sie präzise Messungen ermöglichen, wenn die Sicht auf das Messobjekt durch andere Gegenstände, Kanäle, Abschirmungen oder Sichtfenster zeitweise oder permanent eingeschränkt ist, wenn verschmutzte Messfenster die empfangene IR-Energie dämpfen sowie bei Rauch, Dampf oder Staub in der Atmosphäre.
Weiterhin ist der Zweikanalbetrieb einsetzbar bei Messobjekten, die kleiner sind als der Messfleck, vorausgesetzt, der Hintergrund ist deutlich kühler als das Messobjekt.

Reflexionsgrad

Verhältnis der von einer Oberfläche reflektierten Strahlungsenergie zu der auf der Oberfläche einfallenden Strahlungsenergie. Bei einem perfekten Spiegel ist dieser Wert nahe 1; bei einem Schwarzen Strahler ist die Reflexion gleich 0.

relative Luftfeuchte

Menge vorhandenen Wasserdampfes in (in %) einem bestimmten Luftvolumen, in Bezug gesetzt zur maximal möglichen Wasserdampfmenge, die dieses Luftvolumen bei gleichbleibender Temperatur aufnehmen kann.

Reproduzierbarkeit

Genauigkeit, mit der ein Messgerät bei gleichen Umgebungstemperatur- und Messbedingungen (gemäß ASTM Standard Testmethode E 1256-88) bei wiederholten Messungen an ein- und demselben Messobjekt den gleichen Messwert anzeigt.

RS-232

Standardisierte serielle Schnittstelle für digitale Kommunikation.

RS-422

Ein von der EIA entwickelter, empfohlener Standard, der eine symmetrische Schnittstelle definiert und als Erweiterung des RS-423 die Datenrate auf 10 Mbit/s erhöht. Siehe RS-423.

RS-423

Ein von der EIA entwickelter, empfohlener Standard, der eine unsymmetrische Schnittstelle definiert. Er erweitert den RS-232-Standard und bietet insbesondere größere Kabellängen, höhere Datenraten und verwendet mehrere Empfänger auf der Leitung.

RS-485

Ein von der EIA entwickelter, empfohlener Standard und Verbesserung des RS-422. Er erlaubt eine höhere Anzahl von Empfängern und Sendern auf der Leitung.

Schutzklasse

Schutzklasse (IEC, IP oder NEMA) zur Beschreibung der unbedingt erforderlichen Betriebsbedingungen, unter denen ein Gerät zuverlässig arbeiten kann.

Schwarzer Strahler (Schwarzstrahler/Blackbody)

Perfekter Strahler. Ein Körper, der die gesamte auftreffende Strahlungsenergie aller Wellenlängen aufnimmt und weder reflektiert noch transmittiert. Die Oberfläche besitzt einen einheitlichen Emissionsgrad von 1.

Signalverarbeitung

Manipulation der Temperaturdaten zum Zwecke der Weiterverarbeitung. Zur Signalverarbeitung gehören z.B. Maximal- und Minimalwerthaltung sowie die Mittelwertbildung.

Silizium-Detektor (Si)

Fotodiodendetektor auf Siliziumbasis. Häufig verwendet in Hochtemperatur-Infrarotthermometern

Skalenendwertgenauigkeit

Gebräuchliche Bezeichnung zum Ausdrücken der Genauigkeit als prozentualer Wert des gesamten Temperaturbereiches.

Sofort-Gesichtfeld (IFOV)

Die Winkelauflösung eines abbildenden Messgerätes, die durch die Größe des Detektors und der Optik definiert wird. Bei einem Punkt-Messgerät entspricht die IFOV dem Gesichtsfeld (FOV).

spektrale Empfindlichkeit

Wellenlängenbereich, in dem ein Infrarot-Thermometer empfindlich ist.

Stoßtest

Mechanischer Belastungstest gemäß MIL-STD-810D, bei dem über einen bestimmten Zeitraum eine Beschleunigung auf jede Achse eines Objektes ausgeübt wird; die Beschleunigung wird normalerweise in g (1g = 9,81 m/s2 und die Dauer der Beschleunigung in Millisekunden (ms) gemessen.

Strahlungsenergie

Die von einem Objekt entsprechend seiner Temperatur ausgesandte elektromagnetische Energie.

Strahlungstemperatur

Die Temperatur eines Schwarzen Strahlers, dessen Strahlung der Strahlung des Objektes bei einer bestimmten Wellenlänge/in einem bestimmten Wellenlängenband entspricht.

Streuung

Unerwünschtes Ansteigen des gemessenen Temperaturwertes hervorgerufen durch außerhalb des Messfleckes auf den Detektor auftreffende Infrarotenergie. Dieser Effekt tritt besonders dann auf, wenn das Messobjekt größer als der Messwinkel ist.

Stromschleife

Eine Kommunikationsform, bei der ein Adernpaar das Signal in Form eines Stromflusses Überträgt. Zur Anzeige des minimalen und maximalen Signalpegels werden häufig die Pegel von 4 und 20 mA genutzt. Bei digitalen Anwendungen dienen unterschiedliche mA-Pegel zur Anzeige der logischen 1 und 0 mA. Die Stromschleife wird häufig durch die maximale Impedanz des an die Schleife angeschlossenen Gerätes bestimmt.

Teflon®

Markenname der Firma DuPont für einen Kunststoff aus Polytetrafluorethylen (PTFE).
Teflon ist ein besonders chemikalien- und temperaturbeständiger Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften.

Temperatur

Grad der Wärme oder Kälte eines Objektes. Messbar mit einer spezifischen Temperaturskala, wobei Wärme als sich bewegende thermische Energie verstanden wird, die von Objekten höherer Temperatur zu Objekten niedrigerer Temperatur fließt.

Temperaturauflösung

Die kleinste simulierte oder tatsächliche Änderung in der Messobjekttemperatur, die zu einer nutzbaren Änderung des Ausgangssignals und/oder der Anzeige führt.

Temperaturkoeffizient

Angabe zur Fähigkeit des Gerätes, seine Genauigkeit auch dann beizubehalten, wenn sich die Umgebungsbedingungen ändern.
Der Temperaturkoeffizient wird als prozentualer Wert der Genauigkeit pro Grad der Veränderung der Umgebungstemperatur angegeben.

Thermische Drift

Siehe Temperaturkoeffizient.

Thermistor

Halbleitermaterial, dessen spezifischer Widerstand sich mit der Temperatur verändert.

Thermodetektor

Detektor, der die Photonen der einfallende Strahlung in Wärme umwandelt und als Signal ausgibt. Man unterscheidet unter anderem pyroelektrische Detektoren, Bolometer und Thermosäulen.

thermoelektrisch gekühlt

Thermoelektrische Kühltechnik. Wird verwendet, um die von Fotodetektoren in Linescannern oder Bildsystemen benötigte niedrige Betriebstemperatur zu gewährleisten. Auch als Peltier-Kühlung bezeichnet.

Thermoelement

Elektrische Verbindung zweier unterschiedlicher Materialien, wobei in Abhängigkeit von der Temperatur der Verbindungsstelle eine niedrige Spannung erzeugt wird Thermoelementarten sind:

J Eisen/Konstantan
T Kupfer/Konstantan
R Platin/Platin - 30 % Rhodium
B Platin - 6 % Rhodium/ Platin - 30 % Rhodium
C Wolfram 5 % Rhenium/ Wolfram 26 % Rhenium
K Chromel /Alumel
E Chromel/Konstantan
S Platin/Platin - 10 % Rhodium
G Wolfram/Wolfram -26 % Rhenium
D Wolfram 3 % Rhenium/ Wolfram 25 % Rhenium

Thermogramm

Temperaturdarstellung, die mit verschiedenen Grautönen oder Falschfarben die räumliche Verteilung der Infrarotstrahlungstemperaturen in einem abgetasteten Gesichtsfeld darstellt.

Thermosäule

Anordnung einer Reihe von Thermoelementen hintereinander, so dass die Verbindungsstellen jeweils abwechselnd bei der gemessenen Temperatur und der Referenztemperatur liegen; durch diese Anordnung wird die thermoelektrische Spannung erhöht.

Thermoschock

Messfehler von kurzzeitiger Dauer, der durch vorübergehende Veränderung der Umgebungstemperatur verursacht wird. Das Gerät kompensiert diesen Fehler, sobald es sich auf die veränderten Umgebungsbedingungen eingestellt hat.

Totzone

Temperaturband (±) um den Grenzwert, in dem ein Alarmausgang oder Relais seinen Zustand nicht verändern kann (Hysterese).

Transfernormal

Ein strahlungsphysikalisches Präzisionsinstrument, das zur Kalibrierung von Referenz-Strahlungsquellen verwendet wird.

Transmissionsgrad

Verhältnis zwischen Menge der durch ein Messobjekt durchtretenden Infrarotstrahlungsenergie und der gesamten, vom Messobjekt empfangenen Infrarotenergie eines beliebigen Spektralbereiches. Die Summe der prozentualen Anteile von Emission, Reflexion und Transmission ergibt 1.

Tripelpunkt

Der durch eine bestimmte Temperatur und einen bestimmten Druck gegebene Punkt, an dem die gasförmige, flüssige und feste Phasen eines Stoffes im Gleichgewicht sind. Der Tripelpunkt des Wassers beim atmosphärischen Druck wird allgemein als Gefrierpunkt bezeichnet.

Umgebungstemperatur

Temperatur des Messgerätes oder Temperatur der Umgebung des Gerätes.

Umgebungstemperaturbereich

Umgebungstemperaturbereich, in dem ein Messgerät betrieben werden kann.

Umgebungstemperaturkompensation (oder Tamb)

Korrekturmöglichkeit eines Gerätes zur Erzielung größerer Genauigkeit, wenn die Umgebungstemperatur des Gerätes sich von der Vordergrundtemperatur des Messobjektes (reflektierte Energie) unterscheidet.

Verhältnispyrometer

Infrarot-Thermometer, das die Strahlungsenergie in zwei dicht benachbarten Wellenlängenbereichen misst.
Der Hauptvorteil gegenüber der 1-Farbtechnik liegt darin, dass aufgrund des Ein- oder Austretens des Messobjektes aus dem Gesichtsfeld entstehende Messfehler reduziert werden. Darüber hinaus hat sich die 2-Farbtechnik als sehr effektiv bei der Korrektur von Messfehlern erwiesen, die durch teilweise Verunreinigung des Messobjektes durch Staub hervorgerufen werden.

Verzögerung

Ein Sättigungseffekt, bei dem das Signal von einem Messgerät, nachdem das Messobjekt bereits aus dem Gesichtsfeld entfernt wurde, über die Ansprechzeit hinaus anhält. Dieser Effekt wird hervorgerufen, wenn man den Messkopf eine längere Zeit einem Hochtemperatur-Messobjekt aussetzt.
Ausgedrückt wird der Effekt als Erhöhung der Ansprechzeit, die erforderlich ist, bis der Messkopf wieder auf 5 % genaue Messwerte anzeigt.

Vibrationstest

Test gemäß MIL-STD-810D oder IEC 68-2-6, bei dem das Gerät schwingenden oder sich wiederholenden Bewegungen, oft auch als Beschleunigung in g ausgedrückt (1 g = 9,81 m/s2) in einem typischerweise in Hertz (s1) gemessenen Frequenzbereich ausgesetzt wird.